Spielen und Bewahren: Einblick in das Game Boy Museum

Sep. 6, 2026 | Artikel, Unkategorisiert

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Ein Gastbeitrag von Dr. Marcel Pflug – Game Boy Museum – gameboymuseum.com
Wer bei GamePlaza einen Nachmittag verbringt, kennt das Gefühl: Man setzt sich an eine Konsole, nimmt den Controller in die Hand und plötzlich ist die Kindheit wieder da. Genau das macht ein Spiel lebendig. Es gibt aber noch eine zweite Art, diese Geräte in Ehren zu halten, und die beginnt dort, wo das Spiel aufhört.

Das Game Boy Museum nennt sich Online-Museum, doch das Wort „online“ führt fast in die Irre. Hinter der Website steht eine echte, physische Sammlung: über 330 reale Objekte rund um den originalen Nintendo Game Boy, den grauen DMG-01 von 1989, seit mehr als 25 Jahren zusammengetragen und sorgfältig für die Nachwelt bewahrt. Die Website macht diese Sammlung nur sichtbar, Stück für Stück fotografiert, beschrieben und eingeordnet.

 

Das ganze Ökosystem, nicht nur die Konsole

Der eigentliche Antrieb hinter dem Museum ist ein grösserer Gedanke: nicht einzelne Schätze zu horten, sondern das gesamte Ökosystem des DMG-01 zu bewahren. Dazu gehören die Konsolen und ihre unzähligen Farb- und Regionalvarianten genauso wie das Zubehör, die Peripheriegeräte, die Spiele, die Verpackungen, die offiziellen Publikationen und selbst das kurioseste Merchandise. Nichts ist zu klein oder zu banal, denn erst das Ganze erzählt, wie dieser Handheld die Welt eroberte.

Das Ziel dahinter ist bewusst ehrgeizig: die grösste und gründlichste Wissensdatenbank rund um den originalen Game Boy zu werden. Ein Ort, an dem irgendwann alles zusammenläuft, was es über den DMG-01 zu wissen gibt.

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Warum jedes Stück im Original zählt

Dass die Sammlung so konsequent auf Originalverpackung und vollständigen Zustand setzt, hat einen einfachen Grund: Die Schachtel gehört zur Geschichte. Sie verrät die Region, das Jahr und den Markt, für den Nintendo ein Gerät gebaut hat, und sie hält den Moment fest, in dem das Ding neu im Regal stand. Ein loser Game Boy erzählt die halbe Geschichte, ein komplettes Set die ganze.

Und dieser Zustand ist vergänglich. Kartons vergilben, Folien werden spröde, Handbücher gehen verloren, und vieles wurde über die Jahrzehnte einfach weggeworfen. Wer diese Dinge heute vollständig zusammenhält, rettet ein Stück Alltagskultur, das sonst leise verschwindet, und bewahrt es für Generationen, die den Game Boy andernfalls nur noch aus Erzählungen kennen würden.

 

Mehr als Fotos: das Spielgefühl von damals

Bewahren heisst hier aber nicht nur einlagern. Zu jedem Bereich der Sammlung entstehen ausführliche Journal-Artikel und detailreiche Fotostrecken, die weit über einen Katalogeintrag hinausgehen. Sie erzählen die Geschichten hinter den Objekten, die Hintergründe und Kuriositäten, das Lebensgefühl der frühen Neunziger, und sie machen greifbar, wie sich das Spielen auf diesem kleinen grünen Bildschirm damals angefühlt hat.

So wird aus Hardware Wissen. Wo GamePlaza das Spielgefühl unmittelbar erlebbar macht, hält das Game Boy Museum es in Wort und Bild fest, damit es nicht mit der alten Technik verschwindet, sondern nachlesbar bleibt.

Game Boy Museum

Erst spielen, dann eintauchen

Der schönste Weg, Videospielgeschichte zu erleben, ist deshalb ein doppelter. Bei GamePlaza wird sie spielerisch und unmittelbar erfahrbar. Wer danach tiefer in die Geschichte des originalen

Game Boy eintauchen möchte, findet auf gameboymuseum.com die komplette Sammlung samt Journal, Objekt für Objekt und Geschichte für Geschichte.
Zürich hat damit gleich zwei Anlaufstellen für alle, die Retro-Gaming lieben: eine zum Spielen und eine zum Bewahren. Und das ist erst der Anfang.

Game Boy Museum – gameboymuseum.com

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